Neues Büro in der Wohngruppe

Das neue Jahr im WG-Bereich des Saatkorn Projekts hat mit einigen Veränderungen begonnen. Ende Dezember zog das Büro von der Johannes-Daur-Straße 23 in die Martin-Luther-Straße 39 um und wir freuen uns sehr über die neuen Räumlichkeiten.
Wir verfügen nun über ausreichend Raum für Sitzungen, Besprechungen, Einzelgespräche und einen Schreibtisch für Personen die nicht regelmäßig einen Arbeitsplatz im Büro benötigen.

Im Wohnbereich der Martin-Luther-Straße 39 sind mittlerweile neun von vierzehn Plätzen bezogen. Nachdem bisher die Mehrzahl der Teilnehmer am Saatkorn Projekt aus Syrien stammte, kommen nun die meisten aus Afghanistan und verschiedenen Ländern Afrikas.
Durch die Aufnahme von jungen Menschen aus Afrika ist auch die Auseinandersetzung mit den Fragen bezüglich Abschiebungen für unsere Arbeit ein intensives Thema geworden. Daraus ergibt sich für die Betroffenen eine druckvolle und schwierige Situation. Wir beraten sie umfassend und bereiten sie möglichst effektiv auf ihre Abschiebung vor. So sollen sie im Zielland in die Lage versetzt werden, sich ein stabiles Leben aufzubauen.
Eine weitere große Herausforderung für die jungen Männer ohne Aufenthaltstitel ist das Erlernen der deutschen Sprache. Leider gibt es für sie nur selten
die Möglichkeit zur Teilnahme an einem durch die Behörden vermittelten Deutschkurs. Bei anderen Kursen wird ihnen von den Behörden keine
finanzielle Unterstützung gewährt. So müssen sie oft lange auf die Teilnahme an einem Kurs warten. Hier sind wir sehr dankbar für unsere ehrenamtlichen Deutschlehrerinnen. Diese unterstützen die jungen Männer tatkräftig und mit viel Engagement beim Lernen und sind ein wahrer Segen für unsere Arbeit.