Der Saatkorn-Alltag in der Corona-Krise

Die Corona-Krise macht auch vor dem Saatkorn Projekt nicht Halt. Wir erleben die Situation als sehr herausfordernd, da wir unsere Arbeit an die sich ständig ändernden Erkenntnisse anpassen müssen. Wir sind froh, dass wir mit unserem Angebot im Kornhaus – Nudeln und Mittagstisch – zur Grundversorgung gehören und unsere täglichen Menüs im To-Go-Format weiter anbieten können.
Aktuell werden also nur Nudeln und Gerichte zum Mitnehmen und Nudeln über den Onlineshop angeboten. Auch einen Lieferservice haben wir installiert. Wir merken, dass dieses Arbeiten unseren Teilnehmern hilft, ihren Alltag zu strukturieren. Das ist bei Menschen mit Trauma besonders wichtig. Doch die fehlenden Einnahmen im Cafébetrieb verursachten schon nach wenigen Tagen ein spürbares Einnahmen-Minus.
Auch im WG-Bereich stehen wir vor der Frage, wie wir die Arbeit verantwortungsvoll gestalten können. Hier bemühen wir uns, die sozialen Kontakte soweit wie möglich einzugrenzen und dennoch die Teilnehmer nicht aus dem Blick zu verlieren. Soweit machbar versuchen wir, Absprachen und Coaching übers Telefon umzusetzen. Darüber hinaus erarbeiten wir ein Programm mit sinnvollen Beschäftigungen, um den jungen Männern trotz Schulausfall und Social Distancing etwas Kontinuität und Struktur zu bieten. Neben dem Einsatz in der Nudelmanufaktur bieten wir Menschen in Korntal, die zur Corona-Risikogruppe gehören, unsere Unterstützung bei Einkäufen und Erledigungen an.
Aktuelle Informationen zu der Situation im Projekt finden Sie unter
facebook.com/kornhauskorntal
Instagram: @kornhaus_korntal