Die Flutkatastrophe im Ahrtal ist inzwischen zwei Monate her, trotzdem sieht es dort immer noch schrecklich aus. Es fehlt sowohl an Handwerkern als auch an Werkzeugen und Baumaterialien. Denkt man an den kommenden Winter, so bereiten die überall zerstörten Heizungen ebenfalls große Sorge. Die Menschen sind nicht nur psychisch belastet, sondern auch physisch, da sie Tag für Tag für ihr Zuhause arbeiten müssen. Hinzu kommen die finanziellen Sorgen.

Das Saatkorn-Projekt hatte es sich zur Aufgabe gemacht im Ahrtal auszuhelfen. Teilnehmer und Mitarbeiter des Saatkorn-Projekts fuhren dafür zwei Mal ins Ahrtal. Dort vor Ort konnten sie bei der Sanierungsarbeit helfen, aber auch in den Weinbergen konnte mit angepackt werden. So konnten die Teilnehmer wertvolle Erfahrungen sammeln. Die gemeinsame Fahrt und das gemeinsame Helfen stärkten nicht nur die Dynamik im Saatkorn-Team, sondern sie kamen auch mit den Einwohnern des Ahrtals ins Gespräch. Den Flüchtlingen, die teilweise selbst aus solchen katastrophalen Verhältnissen kommen, wurde die Chance gegeben, anderen Menschen zu helfen, wie ihnen selbst geholfen wurde.

(Wian Ghalioun)